Dialog

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7 Gedanken zu „Dialog

  1. Hallo! Meine Tochter ist 13 und wurde in der Schule gemoppt. Jetzt haben wir die Schule gewechselt und es passt wunderbar. Was kann man da im Vorfeld machen, dass es gar nicht so weit kommt? LG, Heidrun

    1. Hallo Heidrun!
      Mobbing ist primär ein soziales Problem und hat einen starken Einfluss auf das Klassenklima. Das heißt, dass ein positives Klassenklima, in dem eine offene Gesprächskultur herrscht, eher kein Mobbing aufkommen lässt. Mobbing kann man deshalb aber auch nicht grundsätzlich ausschließen. Es stellt sich eher die Frage, wie geht man damit um, wenn es zu Mobbingvorfällen kommt? In der Regel sind alle Kinder einer Klasse, wenn es zu Mobbing kommt, auch wenn sie in unterschiedlichen Rollen agieren (Mobber, Opfer, Mitläufer, Zuschauer), mit den Vorgängen vertraut. Mobbingprozesse sind sehr komplex. Sie laufen in der Regel verdeckt ab. Die Opfer fühlen sich hilflos und können sich nicht alleine aus ihrer Isolation befreien. Dennoch senden beteiligte Personen – auch die Täter – fast immer Signale. Diese müssen von den Erwachsenen wahrgenommen, gedeutet und als Ausgangspunkt für Klärungsgespräche genutzt werden. Gespräche können Veränderungen bewirken, wenn Lehrer und Lehrerinnen die dem Mobber überlassene Macht wieder an sich nehmen. Das heißt, sobald diese Signale bemerkt werden, müssen Eltern, Lehrer und Lehrerinnen in einem Dialog mit den betroffenen Schülern und Schülerinnen treten. Es ist hilfreich dabei zu versuchen, spezielle in den Anfängen, nicht den „Finger“ ausschließlich nur auf die vermeintlich „Schuldigen“ zu legen, sondern aus der Situation lernen zu wollen, um sie dann für eine positive Weiterentwicklung in einem konstruktiven Miteinander nutzen zu können. Wichtig ist auch, wenn der Mobbingvorwurf von der Schule nicht ernst genommen wird, dran zu bleiben und auf ein klärendes Gespräch zu bestehen. Günstig ist es, wenn dieses Gespräch von einem Mediator geleitet wird. Falls auf der Schule Peermediation eingerichtet ist, sollte dieses Instrument genutzt werden. Wenn nix nutzt, sollte die Schulbehörde darüber informiert und aufgefordert werden, entsprechende Schritte einzuleiten (zB. Mediation). Zumindest sollte nicht zu viel Zeit verstreichen und das Mobbing bereits in den Anfängen thematisiert werden. In letzter Konsequenz bleibt nur noch ein Schulwechsel übrig (Gott sei Dank passt es jetzt für deine Tochter!). Liebe Grüße

    1. Eingetragene Mediator/inn/en (siehe auch unter Justizministerium, Mediator/inn/enliste) sind allparteilich und zur Verschwiegenheit verpflichtet.
      Die Allparteilichkeit ist eine Haltung, welche die Mediator/inn/en in einer Konfliktbearbeitung einnehmen. Allparteilichkeit bedeutet dabei konkret, dass Mediator/inn/en die Anliegen und Erwartungen aller Parteien gleichermaßen Raum geben. Die Allparteilichkeit erfordert seitens der Mediator/inn/en innere Flexibilität, Empathie und die Fähigkeit, eigene Belange zurückzustellen.

    1. Grundsätzlich müssen alle betroffenen Konfliktparteien die freiwillige Bereitschaft aufbringen, an der Konfliktlösung zu arbeiten. Sollte diese Freiwilligkeit am Start einer Mediation nicht gegeben sein, sollte diese nach Möglichkeit ohne Druck und Zwang in einem Einzelgespräch eingeholt werden. Dabei geht es oftmals um Vertrauen in die Kompetenzen und die Allparteilichkeit der Mediatoren.

      1. Danke für die Info! Ich habe mir schon Sorgen gemacht, dass ich dazu „verdonnert“ werden kann 🙂 Ich werde nach dem Einzelgespräch (das ich einfordern werde) entscheiden, ob ich mich auf die Mediation einlasse oder nicht.

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